Best-Practice-Empfehlungen

Top-Tipps zur Reaktivierung von inaktiven Newsletter-Empfängern -
Ein Erfolgsbeispiel von Sun Microsystems

Email-Best-Practice - Inaktive Adressen reaktivieren

Häufig wird uns die Frage gestellt, wie man mit inaktiven Newsletter-Empfängern verfahren sollte. Laut aktuellen Studien löscht ein Viertel der Email-Versender inaktive Adressen aus den Verteilern, nur ein Viertel versendet spezielle Reaktivierungs-Kampagnen und ein Zehntel startet Befragungen, um den Grund für das Desinteresse herauszufinden. Exklusiv für Inside Digital Marketing spricht Christian Müller, Online Marketing Manager bei Sun Microsystems, darüber, wie man sogenannte "Sleeper" erfolgreich reaktivieren kann.

Die Ausgangslage: Sleeper verringern die Qualität der Datenbank und verwässern die Statistik
Jeder kennt den Grundsatz des Email-Marketings: Mit der Adressqualität steigt auch der Erfolg von Newslettern und Kampagnen. Ein "Misserfolgsfaktor" sind dabei inaktive Adressen. Sie verschlechtern die Statistik, verursachen unnötige Kosten und wirken sich letztlich negativ auf den Email-ROI aus. Was also tun mit inaktiven Empfängern?

Die Lösung: Sun startet eine Kampagne zur Reaktivierung inaktiver Adressen
Eine Analyse unseres Adressbestands ergab Mitte 2007, dass ca. 28 Prozent unserer Adressen inaktiv waren. Unser erklärtes Ziel bis zum Jahresende war daher, mit einer umfassenden Rückgewinnungskampagne so viele Sleeper wie möglich zu reaktivieren und Nicht-Reagierer konsequent zu löschen. Als Anreiz  integrierten wir in die Email-Kampagne Whitepaper zum Download sowie zwei iTunes Gutschein-Codes, die die Empfänger für Ihre Lieblingssongs einlösen konnten. 

Das Ergebnis: Verbesserte Performance und aussagekräftigere Statistiken
Die Resultate der Email-Kampagne waren sehr erfreulich. Rund 15 Prozent der angeschriebenen Adressen konnten reaktiviert werden und aktualisierten Ihre Profildaten. Und: Die Effekte unserer Reaktivierungsmaßnahme sind direkt messbar. Je nach Zielgruppe sind die Performance-Werte der in 2008 verschickten Kampagnen um 20 bis 30 Prozent gestiegen! So erzielte eine kürzlich versandte Event-Einladung eine deutlich bessere Conversion als vergleichsweise 2007 vor der Bereinigung unseres Datenbestands.

Meine klare Empfehlung an alle Email-Marketer ist daher: Trennen Sie sich von inaktiven Newsletter-Empfängern. Auch wenn Sie mit jeder Reaktivierung einige Adressen verlieren, steigt letztlich die Qualität und damit die Performance Ihrer Adressdatenbank. Also haben Sie den Mut, lassen Sie los und setzen Sie auf Klasse statt Masse!

Über den Autor:
Christian Müller ist seit über einer Dekade Onliner und nach mehreren Jahren bei diversen Online-Dienstleistern seit 2003 bei Sun Microsystems Deutschland für das gesamte Online-Marketing zuständig, welches u.a. Web-Publishing auf sun.de, Email-Marketing, Online Advertising und SEM umfasst. Außerdem ist er "Founder & CMO" der Sun Plattform SYSTEMHELDEN.COM

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem monatlichen Newsletter "Inside Digital Marketing" der eCircle AG. Falls Sie zukünftig über Neuigkeiten aus der Branche informiert werden möchten, können Sie sich hier zum eCircle Newsletter anmelden.